Interkulturelle Öffnung der Jugendhilfe – Qualität sichern, Teilhabe ermöglichen (2018-2020)

AMIF-Projekt

Interkulturelle Öffnung der Jugendhilfe

Qualität sichern, Teilhabe ermöglichen (2018-2020)

Eine zeitgemäße Kinder- und Jugendhilfe, die darauf abzielt, gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe für alle Leistungsberechtigten herzustellen, muss auf aktuelle Erfordernisse und Bedarfslagen der Bevölkerung in ihrer gesamten Vielfalt eingehen können. Mit sich verändernden gesellschaftlichen Anforderungen haben sich auch die tragenden Institutionen und Akteure der Jugendhilfe weiterentwickelt. Insbesondere die Steuerungsverantwortlichen in den Jugendämtern sind gefragt, einen professionellen Umgang mit Diversität zu gewährleisten, sich gegenüber einer vielfältigen Nutzer_innenschaft zu öffnen, Zugange zur Jugendhilfe zu erleichtern und auch den eigenen Anteil am Zustandekommen von Barrieren kritisch zu beleuchten. Denn nach wie vor werden die Unterstützungsangebote der Jugendhilfe nicht von allen gleichermaßen in Anspruch genommen: Gerade Kinder, junge Menschen und Familien mit Migrationsgeschichte in sozialen Risikolagen sind - gemessen an ihrer erhöhten Bedarfslage - beispielsweise bei den präventiven Angeboten und Leistungen unterrepräsentiert.

Um den vielfältigen Lebenslagen und Bedarfen ihrer Nutzer_innen besser entsprechen zu können, haben sich zwei Berliner und zwei Brandenburger Jugendämter auf den Weg gemacht, sich zu interkulturell offenen und diversitybewussten Organisationen zu entwickeln. Begleitet werden sie in diesem umfassenden Organisationsentwicklungsprozess der Interkulturellen Öffnung durch das Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. und dessen erfahrene Prozessbegleiter_innen. Bereits im Vorläuferprojekt wurden Verantwortungsstrukturen für die Interkulturelle Öffnung geschaffen, ausgewählte Bereiche in den Jugendämtern überarbeitet und die Mitarbeiter_innen in Bezug auf interkulturelle und diversitysensible Kompetenzen gefördert.

Eine nachhaltige Verankerung der Interkulturellen Öffnung in den Prozessen und Strukturen der Jugendämter basiert maßgeblich auf dem Engagement der beteiligten Fach- und Führungskräfte. Mit diesem Projekt sollen daher insbesondere Schlüsselakteure in den Jugendämtern gefördert und darin gestärkt werden, die anvisierten Veränderungen voranzubringen. Zudem sollen für wichtige Schlüsselprozesse im Aufgabengebiet der Jugendämter konkrete, bindende Qualitätsstandards und Handlungsrichtlinien bzw. Umsetzungsvorschriften erarbeitet werden, um die Interkulturelle Öffnung in den Jugendämtern stärker zu verankern.

Zu den zentralen Projektzielen zählen:

  • Weiterentwicklung der Jugendämter zu interkulturell offenen und diversitybewussten Organisationen

  • Prozessbegleitung in ausgewählten Bereichen durch zwei Prozessbegleiter_innen, die das Jugendamt über die Projektlaufzeit begleiten

  • Strukturen der Interkulturellen Öffnung personell nachhaltig in der Organisation verankern

  • Qualifikation von Schlüsselpersonen aus dem Jugendamt für Interkulturelle Öffnung

  • Coaching für Jugendamtsleitungen

  • Coaching für Beratungssituationen

  • Vernetzung mit relevanten Akteuren und anderen Verwaltungsbehörden

Projektmitarbeiter_innen:
Enoka Ayemba, Jenny Howald, Salka Wetzig

Kontakt:

"Interkulturelle Öffnung der Jugendhilfe - Qualität sichern, Teilhabe ermöglichen"
Bildungsteam Berlin Brandenburg e.V., Cuvrystraße 20, 10997 Berlin
Tel. + 49 (0) 30 61076544, Fax. + 49 (0) 30 61076545
interkoe@bildungsteam.de

www.bildungsteam.de

Förderer und Netzwerkpartner:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.