AG Genozidforschung: Lernen, Verstehen, Erinnern

Projekte

AG Genozidforschung: Lernen, Verstehen, Erinnern

Sensibilisieren - Auseinandersetzen - Austauschen - Lernen

Das Projekt „ AG Genozidforschung:  Lernen, Verstehen, Erinnern“ setzt sich mit den historischen und gegenwärtigen Dimensionen des Themas Genozid wissenschaftlich und pädagogisch auseinander.

Die AG will ihre Forschungsergebnisse mittels konkreter Lehr- und Diskussionsmaterialien für die pädagogische Praxis zugänglich machen, um damit einen Beitrag zur Aufklärung über den Genozid und eine Sensibilisierung für den Umgang mit diesem Thema auch für die nachkommende Generation zu leisten.

Aktuell bearbeitet die AG den Genozid an den Armenier_innen im Osmanischen Reich vor und während des Ersten Weltkriegs. Jugendliche, bildungspolitische, wissenschaftliche und mediale Multiplikator_innen sowie die interessierte breite Öffentlichkeit werden im Rahmen des Projektes angesprochen bzw. ermutigt, 

  • an den Genozid zu erinnern,
  • sich mit dem Thema kritisch auseinanderzusetzen,
  • Vorurteile abzubauen,
  • die Spuren des Genozids kontinuierlich in der Gegenwart sichtbar zu machen
  • eine Genozid-Erinnerungskultur zu etablieren

Dieses Projekt will damit die Öffentlichkeit für ein Verständnis des Verhältnisses von Geschichte und Gegenwart, für die persönliche Verortung in diesen bis heute nachwirkenden historisch-gesellschaftspolitischen Zusammenhängen sowie für die heutige Situation der Menschenrechte sensibilisieren.

Im Rahmen des Projektes wird zunächst ein bildungspolitisches Methodenhandbuch für die Bearbeitung und Auseinandersetzung mit dem Genozid an den Armenier_innen 1915/16 erstellt. Dieses Methodenhandbuch wird auch die Verstrickungen und die Rolle des Deutschen Kaiserreiches beim Genozid an den Armenier_innen beleuchten. In diesem Projekt wird die Geschichte des Genozids multiperspektivisch vermittelt und die Gleichwertigkeit aller Menschen akzentuiert.

Mit dem Methodenhandbuch werden folgende Ziele verfolgt:

  • Erinnerungen der Nachfahren der Überlebenden kommen zu Wort,
  • Perspektiven der Nachfahren potenzieller Täter_innen werden hinterfragt,
  • Verantwortungsvoller Umgang mit dem Genozid wird ermöglicht,
  • einem globalen Verschweigen des Genozids wird entgegengewirkt
  • eine kritische Auseinandersetzung mit den historischen Zusammenhängen des Genozid und ihren Implikationen in der Gegenwart wird anhand pädagogisch aufbereiteter Materialien ermöglicht

Kontakt: ag.genozidforschung@bildungsteam.de